Archiv für April 2008

Links, zwo, drei vier! (I)

Sonntag, 27. April 2008
Good Experience Games

Fantastische Sammlung großartiger Flash-Games. Meine Favoriten momentan sind Magic Pen, OrbBlaster und Luminara (was für ein Design!). Damit kann man locker ein paar Wochen vor dem Rechner verbringen…

Darwin-Online.co.uk

Alle Werke von Charles Darwin, darunter auch Entwürfe und persönliche Notizen, gibt es ab sofort in digitalisierter Form auf dieser Seite. Leider nicht besonders ansprechend aufgemacht.

R. Kelly - Real Talk

Früher hätte ich niemals gedacht, dass Musiker wie R. Kelly irgendeine Art von Humor haben könnten. Nachdem er mich aber schon mit seinem grandiosen Video-Zyklus “Trapped in the Closet” (2005) vom Gegenteil übrzeugt hat, gibts von ihm jetzt mal wieder einen ziemlich witzigen Song… (jaja, nicht mehr taufrisch)

FFFFOUND! image bookmarking

Erstaunliche Bilder-Fundgrube. Ich weiß zwar noch nicht genau wie es funktioniert, aber es lohnt sich, sich einfach mal durchzuklicken. Wem’s gefällt — noch krasser und völlig zufällig funktioniert das hier: http://img.4chan.org/b/imgboard.html.

Mash-up-Sampler

Mashupyourbootz.com ist eine Berliner Party-Reihe, auf der ausschließlich Mash-ups bzw. Bastard-Pop gespielt wird. Die Playlist jeder Veranstaltung stellen sie in Form einer Mp3-Sammlung auf ihrer MySpace-Seite zum Download bereit. Massenhaft gute Mash-ups von verschiedenen DJs (darunter auch die Mashup-Legende und mein persönlicher Favorit Soundhog). Sehr zu empfehlen.

Jeder Penis ist anders (jede Vulva auch)

Freitag, 25. April 2008

Neue Lieblingsseite: Bravo.de - Dr. Sommer

Schon früher war Dr. Sommer immer das publizistische Wochen-Highlight. Das könnte jetzt wieder so werden: Denn Dr. Sommer hat es inzwischen ins Internet geschafft. Die Themen (oder besser: DAS Thema) sind sowieso zeitlos und von daher auch heute interessant… nur das sie inzwischen halt digital aufgemacht werden.

Besonders beeindruckend sind die neuen Dr. Sommer-Foto-Galerien (”Schau, welche Unterschiede es gibt!”), die die paar Fotos der alten Print-Ausgaben locker in den Schatten stellen (ein weiterer Hinweis auf das Ende von Print?). Da wären:

Aber das ist natürlich nicht alles. Daneben gibt es tolle Informationsangebote wie “6-Tipps für einen schönen Busen!” oder “Der Kitzler: Alle Facts zum Lustzentrum der Frau!“.

Die Frage, ob solche Internetangebote sinnvoll sind oder nicht, lasse ich jetzt erstmal beiseite (obwohl einiges dafür spricht, dass die Dr. Sommer-Seiten für Jugendliche eine wesentlich bessere Sex-Anlaufstelle sind als der Teen Sluts Blog oder ähnliche Seiten…). Trotzdem scheint es mir erwähnenswert, dass das Dr. Sommer-Angebot wahrscheinlich das einzige im Internet ist, auf dem man sich legal (und moralisch unbedenklich?) Nacktfotos von Minderjährigen anschauen kann…

P. S.: Endlich habe ich es geschafft, in einem unverfänglichen Zusammenhang die Wörter Penis, Vulva, Sex, Teen Sluts und Nacktfotos unterzubringen (für free, amateur, teens und lesbians hat es leider nicht gereicht). Das dürfte ordentlich Traffic bringen…

Print versus Internet: Das Ende der gedruckten Information

Dienstag, 22. April 2008

Spätestens seit der Ankündigung des Brockhaus-Verlags, das gesamte Brockhaus-Lexikon künftig kostenlos im Internet anzubieten (Bericht bei heise online), dürfte dem Letzten klar geworden sein, dass die Ära der gedruckten (Qualitäts-)Information zu Ende geht. Ich glaube, dass es keine gewagte These ist zu behaupten, dass gedruckte Informationen in Zukunft nur noch ein Randdasein fristen werden.

Wenn sich jetzt sogar die Encyclopaedia Britannica dem Internet öffnet, indem sie Bloggern und Online-Redaktueren einen kostenlosen Online-Zugang zu ihrem Lexikon gewährt, dann scheint dies nur eine weitere Bestätigung für das absehbare Ende von Print als führendem Medium zu sein.

Was bei wissenschaftlichen Artikeln schon längst und bei Lexika zunehmend Anwendung findet — die primäre Publikation von Inhalten im Internet — dürfte sich in Zukunft auf andere Produkte und andere Medien ausweiten: Tageszeitungen, Fernsehen, Musik — alles ab ins Netz. (more…)

Erstaunliches zu Suchmaschinen

Sonntag, 13. April 2008

Es dürfte bekannt sein, dass es ein schwieriges und mühsames Geschäft ist, seine Webseite optimal für Suchmaschinen zu gestalten und vor allem von diesen gut gerankt zu werden. Ich habe mir hierbei natürlich ein bisschen Mühe gegeben, war jedoch davon überzeugt, die Früchte der Arbeit erst in einiger Zeit ernten zu können… (falls mir dieses naturalistische Bild erlaubt sei).

Umso erstaunter war ich als ich feststellte, dass man bei einer Google-Suche mit dem Such-String “Hedonistische Internationale Polylux” den entsprechenden Beitrag von Essenistfertig.net gleich auf dem 5. Platz findet — noch vor der Zeit, der Süddeutschen und netzpolitik.org.

Toll. Mal schauen, ob das so weiter geht…

Laserdom

Samstag, 12. April 2008

Soeben habe ich in meinem Duden den Eintrag “Laserdom” gefunden. Was das ist? Ganz einfach: Eine “Spielstätte, in der die Spieler Laserstrahlen aus Pistolen auf ihre Gegner abfeuern.” — Wow, im Duden steht einfach alles!

(Apropos: So eine Laser-Ballerei soll echt Spaß machen…)

Polylux und die Hedonistische Internationale

Freitag, 11. April 2008

Oder: Wie leicht sich Medien (manchmal) austricksen lassen

Das ARD-Magazin Polylux ist Opfer eines Betrugs geworden. Das “Kommando Tito von Hardenberg” der sogenannten “Hedonistischen Internationalen” hat einen fingierten, nämlich frei erfunden Interviewpartner in einen Beitrag von Polylux geschleust (genaueres im Bekenner-Blog). Tja, sowas kann wohl passieren — leider konnte ich aber noch nicht herausfinden, wie genau der falsche Interviewpartner in dem Magazin platziert wurde (aha, eben berichtet Spiegel Online).

Nun, natürlich soll mit dieser Aktion, die auf unzähligen Blogs unendlich diskutiert wird, die gesamte Medienbranche an den Pranger gestellt werden — vor allem ihre Unfähigkeit oder ihr Unwillen zu eingehender Recherche. Stimmt schon, Polylux war nachlässig, aber geschenkt — wer hätte nicht damit gerechnet?

Was ich umso bemerkenswerter finde ist, wie Polylux mit der Sache umgeht: Das entsprechende Video des Beitrags haben sie von ihrer Seite genommen und dazu folgenden Kommentar abgegeben:

Wie es aussieht, hat sich ein falscher Protagonist das Vertrauen der Redaktion erschlichen. Wir sind derzeit dabei, die Vorwürfe zu prüfen. Bitte habt Verständnis, dass wir erst Klarheit haben müssen, bevor wir den Beitrag weiter verbreiten. Denn falls die Vorwürfe stimmen, wollen wir dem falschen Protagonisten nicht weiter ein Forum geben.

Das war ich nun doch einigermaßen überrascht. Zum Glück hat ein couragierter Nutzer namens “Borderliner” dazu an gleicher Stelle einen Kommentar geschrieben, den ich selber nicht schöner hätte formulieren können:

Sacht mal gehts noch?
Was für ne feige Drecksnummer!
Ihr fahrt ne miese (Des-)Informationspolitik! Ihr habt bei mir total verschissen! Das war doch ne intelligente und witzige Nummer und ihr macht einen auf beleidigte Leberwurst! Scheisse ist das peinlich!
Wenn ich jetzt nicht arbeiten müsste würde ich euch stundenlang weiter beschimpfen müssen. Witzfiguren!
“Vertrauen erschlichen”, ihr redet ja wie Nazis, denen man ihr Heiligtum, den Angstschiss des Führers entwendet hat.
Kommt mal zu Verstand! Ihr wurdet vorgeführt! Echte Größe würdet ihr beweisen, wenn ihr selbstkritisch und humorvoll damit umginget. Aber das hier ist nur noch zum Kotzen!

Da musste ich dann doch schmunzeln. Aber “borderliner” hat schon Recht: Was für eine schlechte und vor allem völlig unnötige Reaktion von Polylux. Alles in allem ein schönes Beispiel dafür, wie man, wenn man sich entsprechend verhält, aus einer Lappalie einen richtigen Aufreger machen kann.

Achso, Stichwort “Hedonistische Internationale” — kennt die jemand? Hat man sonst schonmal was von denen gehört? Sind das die Typen, die in Hamburg in Superhelden-Verkleidungen die Partys von reichen Leuten stürmen und das Essen wegfuttern?

Edit: Den orginalen Polylux-Beitrag gibt es bei Google Video zu sehen (funktioniert mit Firefox möglicherweise nicht richtig).

Nachtrag 25. Mai 2008: Wie bekannt wurde, stellt der RBB das Format Polylux Ende 2008 ein (Quelle: Tagesspiegel.de). Grund hierfür sind Sparzwänge. Laut Spiegel Online habe sich das Magazin jedoch auch “einfach zu viele Fehler geleistet”.

Neue Luxus-Kommentarfunktionen

Freitag, 11. April 2008

Ich habe soeben mehrere Kommentar-Plugins installiert, die das Kommentieren (und das Kommentare-Verwalten) hoffentlich einfacher und komfortabler machen.

Unter anderem gibt es jetzt einen kleinen Editor, mit dem man seine Kommentare formatieren kann sowie die Möglichkeit, ein Preview des Kommentars anzusehen und seinen Kommentar bis zu 3 Minuten nach dem posten zu bearbeiten.

Jetzt fehlt eigentlich nur noch so ein schickes Gravatar-Plugin, womit sich jeder angemeldete Nutzer ein eigenes Profilbild erstellen kann, was zu jedem Post angezeigt wird… Aber das braucht Zeit.

PINs und Tod

Mittwoch, 9. April 2008

In Schleswig-Holstein wird momentan eigentlich die neue elektronische Gesundheitskarte getestet, die zukünftig alle Deutschen verwenden sollen. Inzwischen ist allerdings das Imperfekt angebracht, die Karte wurde getestet: Der Feldtest musste soeben abgebrochen werden, da die Widrigkeiten schlicht zu groß waren (Bericht bei heise.de).

Besonders erbaulich hieran ist die Tatsache, dass ein Großteil der Probleme von menschlichem Versagen herrührt, nämlich von der Unfähigkeit, sich die entsprechenden PINs für die Gesundheitskarte zu merken:

“Von 25 Ärzten in 17 Praxen, die freiwillig die Testphase bestritten, sperrten 30 Prozent ihren Heilberufsausweis, weil sie sich partout nicht mehr an die Signatur-PIN erinnern konnten. 10 Prozent davon sperrten ihren neuen Arztausweis irreversibel. Auch die Quote bei den Patienten war ernüchternd: Von den 7553 ausgegebenen eGK wurden 75 Prozent entweder durch falsche PIN-Eingabe gesperrt oder durch den Versuch, die Notfalldaten ohne Arztkarte zu speichern.” (Quelle: heise online)

75 Prozent aller Karten wurden gesperrt! Das sind doch wirklich mal Traumquoten! Wir haben es hier eindeutig mit einer tief sitzenden Überforderung zu tun. Grund genug einmal zusammenzuzählen, wieviele PINs (Persönliche Identifikations-Nummer) und Passwörter sich der Durchschnittsmensch (also ich) eigentlich so merken muss.

Da wären:

  • 4 PINs für drei EC- und eine Kreditkarte
  • 3 PINs für drei verschiedene Internetbanking-Zugänge (ok, möglicherweise haben andere da weniger)
  • 3 Passwörter für drei E-Mail-Konten
  • 1-2 Standardpasswörterfür häufig genutzte Internetdienste
  • 1 Deppenpasswort (à la 123456) für ca. 1 Millionen unwichtige Internetdienste
  • 1 PIN für meinen Videotheksausweis
  • 2 Passwörter für den Intranet-Zugang auf der Arbeit
  • 2 weitere Passwörter allein für diese Seite (FTP-Zugang und MySQL-Datenbank)

Wären wir also schonmal bei 8 verschiedenen PINs und 10 unterschiedlichen Passwörtern. Dazu kommt natürlich, dass man bei den meisten Diensten eine Kombination aus Nutzernamen bzw. E-Mail-Adresse UND Passwort bzw. PIN angeben muss. Wir rechnen: 2 häufig und mehrfach verwendete Standard-Passwörter sowie 1 Deppenpasswort auf, sagen wir, 5 häufig benutzte Internetdienste mit jeweils unterschiedlichen Benutzernamen. Schon kommen 15 [(2+1)*5] weitere Kombinationen heraus.

Alles in allem merke ich mir (vorsichtig geschätzt) also mindestens 8 PINs, 10 Passwörter und mindestens 15 verschiedene Kombinationen aus Passwörtern und Benutzernamen. Nicht schlecht. Da machen 3 zusätzliche PINs (wie sie manche Krankenkassen mit der Gesundheitskarte einführen wollen) auch nichts mehr aus.

Skandal — Gesundheitskarte dezimiert Bevölkerung!

Das Problem ist nur: Meine Mutter! Die kann sich leider kaum den einen PIN für ihre EC-Karte merken. Wenn die neue Gesundheitskarte kommt, darf meine Mutter also nicht mehr krank werden — denn sie wird sich NIE UND NIMMER (ich möchte das betonen: niemals) ihre 3 Gesundheitskarten-PINs merken können. Aber was passiert, wenn sie ernstlich krank wird? Wird ihr die Behandlung verweigert? Ist die elektronische Gersundheitskarte am Ende ein Mittel zur Bekämpfung der Überbevölkerung, indem tausende Menschen dem sicheren Tod durch Nicht-Behandlung-bei-PIN-Vergessen ausgesetzt werden?!

Der zuständige Sprecher im Bundesministerium für Gesundheit wollte sich zu den Vorwürfen nicht äußern — ESSENISTFERTIG bleibt an der Sache dran.

Urheberrecht? Was’n das?

Donnerstag, 3. April 2008

Die Bundeszentrale für politische Bildung, die ich persönlich ja recht gut kenne, hat ein umfangreiches Dossier zum Thema Urheberrecht und Copyright veröffentlicht (vielen Dank an den immer lesenswerten law blog für den Hinweis). Die Informationen könnten sehr nützlich sein — Fragen zum Copyright sind mir in meiner bescheidenen Internet-Karriere schon ungefähr eine Million Mal begegnet und leider allermeistens unbeantwortet geblieben.

Ein wenig ironisch daran ist (um mal etwas aus dem Nähkästchen zu plaudern), dass es mir gerade in meinem Job als Hilfskraft in der bpb mehrmals passiert ist, dass mein Chef und ich ratlos über Gesetzen und Novellen zum Urheberrecht saßen und verzweifelt versuchten herauszufinden, was die bpb eigentlich wie im Internet veröffentlichen darf… Aber keine Sorge, das war in einer anderen Abteilung.

Zattoo — Fernsehen am PC

Mittwoch, 2. April 2008

Vor kurzem ist mir ein neuer Internet-Dienst mit Namen zattoo.com untergekommen, der es ermöglichen soll, Fernsehen über das Internet zu gucken. Das tolle daran ist: es funktioniert!

Man muss sich lediglich auf der Homepage registrieren (E-Mail-Adresse und Passwort reichen; ein Name muss nicht angegeben werden), die Client-Software runterladen und installieren (21MB; für Windows, Mac und Linux) und los geht’s: Zattoo streamt über 40 Sender live auf den Rechner, darunter ARD, ZDF, CNN, Phoenix und MTV — aber natürlich auch The Poker Channel und den table tennis live-Sender.

Das Bild ist nicht besonders groß (ca. Youtube-Größe), dafür ist die Qualität aber erstaunlich gut (auch beim Ton); wenn man sich ein wenig vom Bildschirm entfernt, kann man sogar den Vollbildmodus aktivieren.

Das ganze scheint übrigens auch noch legal zu sein. Ich find’s jedenfalls super, schließlich bezahle ich Rundfunkgebühren für ein “neuartiges Rundfunkgerät” (PC mit Internet-Zugang) — jetzt kann ich endlich ohne Fernseher fernsehen. Gerade hab ich die Tagesthemen geguckt. Naja gut, die gibts auch auf der ARD-Homepage im Live-Stream. Aber trotzdem.