Die besten, größten, schönsten Blogs der Welt
Erstellt am 28. März 2008 um 13:26 Uhr von Gonzo.Wie man die Bedeutung von Blogs misst, was Blog-Rankings aussagen und was Blogs überhaupt sind
Wie misst man eigentlich die Bedeutung eines Blogs?
(An dieser Stelle müsste eigentlich zunächst die Frage gestellt werden, was denn der Unterschied zwischen einem Blog und einer “normalen” Webseite ist — denn eigentlich gibt es keinen: Blogs sind nichts anderes als Webseiten, die regelmäßig aktualisiert werden und über wie auch immer geartete Neuigkeiten berichten. Aber das machen Nachrichten-Seiten wie Spiegel.de schließlich auch. Dazu kommt, dass manche Nachrichten-Seiten neben ihren “normalen” Webseiten auch noch “Blogs” betreiben — wie z. B. die Frankfurter Rundschau mit ihrem FR-Blog. Man könnte sich vielleicht darauf einigen, dass Blogs grundsätzlich subjektiver sind und sein wollen als Nachrichten-Webseiten: Die persönliche Meinung des Bloggers steht im Vordergrund, nicht die ausgewogene Berichterstattung. Soviel dazu.)
Wie misst man also die Bedeutung von Blogs? Es gibt verschiedene Ansätze: Die großen Blog-Suchmaschinen wie Technorati, von denen auch die Deutschen Blog-Charts stammen, zählen die Verlinkung der Blogs untereinander. Andere Gradmesser sind der Google-Pagerank oder das Alexa-Ranking.
Kürzlich hat Daniel in seinem del.icio.us-Account einen Artikel aus dem britischen Guardian verlinkt, in dem die angeblich “50 most powerful blogs” präsentiert werden. Die Liste zeugt von einigem Aufwand und ich finde sie ziemlich interessant. Letztlich gibt sie aber nur die subjektive Meinung der Autoren wieder (bewertet wird, wie lange es die Blogs schon gibt, wie “einflussreich” und wie lesenswert sie sind, etc.) — objektive Kriterien gibt es nicht (was übrigens zu der Frage führt, ob es sich bei der Webseite des Guardian nicht evtl. sogar um einen Blog handelt…).
Jetzt gibt es mal wieder eine neue Liste, diesmal von 247wallst.com, in der die “25 most valuable Blogs” vorgestellt werden. Die Liste ist deswegen interessant, da nur die “hard facts” betrachtet werden: Ranking, Unique Visitors, Page Views, etc. Daraus wird ein Werbewert errechnet, der wiederum einen Firmenwert ergibt, von dem wiederum die Position im Ranking abhängt. Spitzenreiter ist The Gawker Properties mit einem angenommenen Wert von 150 Millionen Dollar, gefolgt von MacRumors mit 85 Millionen Dollar.
Essenistfertig.net hat den Einzug in die Top-25 leider knapp verpasst.
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klingt nach einem spannenden Thema für eine sozialwissenschaftliche MA-Thesis…
Ich möchte nochmal kurz darauf verweisen, dass der maßgebliche Unterschied eines Blogs zu “normalen” Webseiten ist, dass man dort jeden Scheiß kommentieren kann/darf/soll. Die daraus entstehende Eigendynamik macht das Ding ja erst wirklich lebendig. Wie oft haben wir schon Blogs gesehen, die zawr interessante Themen behandelt haben, aber allein aufgrund ihrer unsymphatischen Leserschaft keinen Eingang ins unsere Blogroll geschafft haben.
also bei der NZZ kann man auch normale Artikel kommentieren… Was dort auch viel genutzt wird. ob das der “maßgebliche Unterschied” ist? Hoch lebe die WG!
Also, Kommentare können nicht der Unterschied sein, die kann man überall abgeben (außer in unserer WG zum Zustand der Küche natürlich, da kriegt man gleich einen auf den Deckel).
Dies ist ein Link test: http://www.spiegel.de
Klar unterscheiden Kommentare Blogs von euren sogenannten normalen Seiten, aber was sind denn für euch bitte normale Seiten. Die Kommentar-Nummer hat die NZZ auch nur von Blogs. Bleibt die Frage ob die NZZ damit zu einem Blog wird. Sicher nicht, aber diesen Teil hat sie sich sicher nicht aus Gästebüchern der Web 1.0 Ära abgeschaut.
Ein weiter “maßgeblicher Unterschied” ist die automatische Sortierung nach Erscheinungsdatum, wogegen die NZZ sicher nach gefühlter Wichtigkeit und Aktualität sortiert.
Web 2.0 ist übrigens nur ein Name.
Web 2.0 ist nur ein Name. Hat niemand was anderes behauptet.
“Blog” kommt übrigens von “Weblog”, “Weblog” wiederum ist eine (offenkundige)v Zusammensetzung der englischen Wörter “Web” (Internet) und “Log” (Protokoll/Tagebuch). Es handelt sich bei Blogs also um Internet-Protokolle bzw. -Tagebücher. Daran wird der persönlich-individuelle Charakter eineis Blogs gegenüber einer “normalen” Webseite oder einer Nachrichten-Seite schon deutlich. Der Unterschied zwischen Blogs und anderen Webseiten liegt demnach eindeutig in der bewussten Subjektivität der Blogs.
@Benni: Die Funktion, Kommentare auf Webseiten hinterlassen zu können, haben Blogs übrigens auch nicht erfunden. Allerdings haben sie es zu einem Standard werden lassen.
Grüßchen
R