Mash-Up der Woche: Soundhog — Bad Grey Rocker Girls

Am 21. August 2008 von Gonzo.

Soundhog ist einer der ältesten, bekanntesten und besten Mash-Up DJs — wenn nicht sogar der allerbeste. Sein Remix (Are you gonna be my) Dirrty Girrl (Christina Aguilera vs. Jet) ist inzwischen richtig bekannt.

Einer meiner persönlichen Favoriten von Soundhog, der weit weniger bekannt ist, ist Bad Grey Rocker Girls. Soundhog mixt hier Rocker von Alter Ego, Fade to Grey von Visage, Girls von Prodigy und Bad von Michael Jackson zusammen. Raus kommt der absolute Elektro-Hammer:

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Der Song ist in Soundhogs Compilation “Historia De La Musica Rock — 2002 to 2004″ enthalten, die man sich auf seiner Seite kostenlos runterladen kann. Ich kann sowieso nur empfehlen, mal ein bisschen auf seiner Seite zu stöbern und sich vor allem seine Mix-Compilations anzuhören.

Yearbook Yourself — Zu schön, um wahr zu sein

Am 19. August 2008 von Gonzo.

Tanja hat auf ihrem Pimpettes-Blog mal wieder was ganz feines aufgetan: Yearbook Yourself. Endlich kann man erfahren, ob es sich wirklich gelohnt hätte, in einem anderen Jahrzehnt zu leben. Hier das Ergebnis, mit Frisuren von 1950 bis 2000:

Keine Alternative? 5 Sportarten, die besser sind als Olympia

Am 18. August 2008 von Gonzo.

Was ich wirklich gerne bei Olympia sehen würde

Olympia ist das Fest der faden Sportarten. Man hat die Wahl zwischen Synchronschwimmen, Schießen und Dressurreiten. Als Highlights können eigentlich nur Fußball (macht immer Spaß), Gewichtheben (wegen der Gesichter) und Beachvolleyball (äh, ebenfalls wegen der Gesichter) gelten. Wenn man also Kinder davon überzeugen will, wie langweilig Sport ist — man schaue mit ihnen Olympia!

Aber das ist nicht alles, was die Welt des Sports zu bieten hat, oh nein! Hier sind 5 Sportarten, die viel mehr Spaß machen als Olympia:

 

Slamball

So wie Basketball — nur mit Trampolinen, Schutzkleidung und Körperkontakt. Hammer.

 

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Laura López Castro und die Berliner

Am 16. August 2008 von Gonzo.

Herzschmerz und zynische Hauptstädter im A-Trane Berlin

Gestern war ich zum ersten mal im A-Trane, einem Jazz-Club in Berlin, der diesen Namen auch verdient: lauschige Stimmung, gedämpftes Licht, kleine Tische, kleine Büne, teure Drinks. Sehr schön.

Sehr schön war auch die Stimme jener Dame, deretwegen man den beschwehrlichen Weg nach West-Berlin unternommen hatte: Laura López Castro. Frau Castro singt Lieder, die noch sehnsüchtiger sind als ihr Blick auf obigem Foto, und die von Schmerz und Liebe, Liebe und Schmerz handeln. Es geht um Liebe, die Schmerzen bringt, und um den Schmerz, den die Liebe besiegt. Körperliche Liebe, enttäuschte Liebe — sie hat ihr Thema gefunden, die traurige Frau Castro mit der schönen Stimme.

Diese Lieder, die sie, begleitet von Cello, Gitarre und Kontrabass (gespielt von begabten Leuten, besonders der Kontrabassist), intoniert, klingen ungefähr so wie dieses, Coracao Vagabundo (Vagabundierendes Herz):

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(Quelle: Brigitte.de)

Und dann waren da noch die Berliner

Womit Laura López Castro jedoch nicht gerechnet hatte, war die schonungslose Offenheit des Berliner Publikums — dabei ging dieses Berliner Publikum, das durch die jahrelange Erfahrung kalter Einsamkeit inmitten der Metropole hart und zynisch geworden ist, und das schon alles gesehen hat, das Wagnis zunächst durchaus ein, und ließ sich in die traurigen Melodien der noch traurigeren Laura López Castro entführen.

Je länger der Abend jedoch dauerte, und je sicherer sich Frau Castro des Applauses war, desto redseliger wurde sie. Und so begann sie, das Verhängnis übersehend, das Berliner Publikum aus seiner melancholischen Emphase zu reißen, indem sie dazu überging, nicht nur die spanischen Titel ihrer Lieder ins Deutsche zu übersetzten (Frau Castro ist in Deutschland aufgewachsen), sondern auch den Inhalt kurz darzustellen und vielleicht noch ein, zwei Textzeilen auf Deutsch vorzutragen.

Und so musste das ach so zynische Berliner Publikum erfahren, worum es in ihren Liedern ging: Um die Ecken der Seele, die allenthalben ausgekehrt werden müssen, damit man nicht verbittere. Um die vergangene Liebe, der man vergeblich nachtrauert. Um das bange Wissen, dass der Geliebte am nächsten Morgen für immer aus deinem Leben treten wird. Um den Moment, in dem man versucht einzuschlafen, und sich ein kalter Windhauch wie ein Schatten über den Körper legt und die Traurigkeit mitbringt. Um Disco-Besucher, die ihre Einsamkeit und Verlorenheit in Alkohol ertränken. Und so fort.

Während das Berliner Publikum mit den granitenen Herzen diese Inhaltsangaben zu Beginn noch würdevoll aufnahm — so wie ein liebender Vater voller Zärtlichkeit die naive Romantik der Tochter belächelt (um es, vielleicht, in der Sprache der Laura López Castro zu sagen) — so verzogen sich mancherlei Gesichter doch zusehends, wenn Laura López Castro ein ums andere Mal beschrieb, von welch trauriger, und immer traurigerer Gemütsregung das folgende Lied künden werde.

Schon waren, zuerst leise, dann deutlicher, “Oooh!”-Rufe zu vernehmen. Der ironische Tonfall war unüberhörbar. Bald war auch ein “Wie traurig!” und ein “Das ist ja furchtbar” zu vernehmen. “So iss dit halt inner Jroßstadt!” war die Antwort eines besonders zynischen Zynikers, er saß hinten links, auf die Ankündigung der Frau Castro, das folgende Lied handele von der Einsamkeit, die einen inmitten einer anonymen Menschenschaar trifft.

Schließlich kündigte Frau Castro ein weiteres Lied an, deren erste Strophe sie verriet: “Suche mich da, wo niemand sonst mich sucht. Suche mich im Flussbett, dort, wo kein Wasser fließt, das niemals das Meer erreichen wird. Dort, wo niemand mich sucht, und wo ich mich finde.” Selbst die romantischsten und weichsten unter den Besuchern konnten sich hier ein Grinsen nicht verkneifen. Das Berliner Publikum, mit den Herzen aus Stein, kicherte über diese Zeilen der Laura López Castro.

Und Frau Castro? Die kicherte mit — und legte, sich über die Hartherzigkeit des abgeklärten Berliner Publikums wundernd, aus einer Mischung aus Trotz und Herausforderung noch mehr Gefühl und Traurigkeit in ihre traurige Stimme. Und das Berliner Publikum bedauerte sich einmal mehr ob der Hartherzigkeit, die ihm diese harte Welt beigebracht hatte.

Und alle waren glücklich.

Mash-Up der Woche: Feist vs. Nine Inch Nails — 1 2 3 4 My Violent Heart

Am 14. August 2008 von Gonzo.

Mein Mash-Up der Woche (ich glaube, ich mache das jetzt regelmäßig) kommt diesmal von einem Franzosen namens ToTom. Der Song hat alles, was ein guter Mash-Up braucht: Die Songs passen ohne viel Schrauberei (also eigentlich ist es natürlich viel Schrauberei — aber ich meine vor allem Tempo- und Tonhöhenänderungen) zueinander, als wären sie dazu geschaffen — und das Resultat ist fast schon besser als die Originale (nämlich 1 2 3 4 von Feist und My Violent Heart von Nine Inch Nails).

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Dieser ToTom hat übrigens bereits ziemlich viele Nine Inch Nails-Songs durch den Mash-Up-Fleischwolf gedreht: Insgesamt hat er bereits drei Nine Inch Nails-Mash-Up-”Alben” veröffentlicht.

Toronto Propangas-Explosion (Video)

Am 12. August 2008 von Gonzo.

In der Nacht vom 10. zum 11. August ist mitten in Toronto, Kanada, ein Propangas-Tank explodiert. Die Explosion war, nun ja, ziemlich groß und hinterließ eine Feuersäule, die sich bedrohlich in den nächtlichen Abendhimmel wälzte. Das Ganze sah aus wie ein kleiner Atompilz (also klein für einen Atompilz) — nur halt aus Feuer. Besonders viel Mühe hat sich die Explosion mit der Druckwelle gegeben, das gibts in keinem SciFi-Film besser zu sehen. Alles in allem: Ein ästhetisch wirklich ansprechendes Inferno.

Es übrigens verhältnismäßig wenig passiert. Offensichtlich ist “nur” ein Feuerwehrmann bei den Löscharbeiten tödlich verunglückt, dazu gab es zahlreiche Verletzte. Aber so wie das aussieht, ist das wohl eine ziemlich glückliche Bilanz.

(Danke, Benni)

Links, zwo, drei, vier! (Medien)

Am 12. August 2008 von Gonzo.
Der Spiegel klaut sein aktuelles Cover

Das aktuelle Spiegel-Cover ist entweder sehr schlecht kopiert (nämlich von der Juli/August-Ausgabe des Magazins The Atlantic), oder ist einfach ziemlich sommerlöchrig-unoriginell gestaltet. Zuerst wird meines Wissens Medienlese.com darauf aufmerksam, danach berichten auch die großen Zeitungen.

Edit: In dem Artikel auf Medienlese.com wird (sicher zu Recht) argumentiert, der Spiegel hätte diesen provokanten Titel gewählt, um das Sommerloch zu füllen, und in der Blogger-Szene für ein bisschen Aufregung zu sorgen. Wenn das aber so ist, war die Titel-Kopie dann nicht vielleicht sogar Absicht..? Virales Marketing und so?

Medien und Krieg: Unterschiedliche Foto-Interpretationen

Das auch die Analysen der etablierten Medien alles andere als auf soliden Fakten beruhen können, beweisen die komplett unterschiedlichen Beschreibungen eines Fotos des aktuellen Waffenganges in Südossetien (ebenfalls über Medienlese.com, ich liebe diese Seite).

Deutsche Journalisten beweihräuchern Steinmeiers Afghanistan-Besuch

Der NDR berichtet in dieser kurzen Reportage, wie unkritisch und sachlich falsch deutsche Journalisten vom kürzlichen Afghanistan-Besuch Außenministers Steinmeier berichten. Der NDR hat hierfür die Überschrift gewählt: “Ernüchternd - Journalisten fallen auf Steinmeiers PR herein”. Aber auch das ist sachlich falsch — die betroffenen Journalisten schreiben von sich aus diesen Quatsch.

Schock: Chinesen manipulieren Feuerwerk-Übertragung

Auch Spiegel Online hat diese Woche mal wieder einen Medien-Skandal aufgedeckt: Da haben die Chinesen doch tatsächlich vorproduzierte Aufnahmen von mehreren Sekunden Länge in die Live-Übertragung der Eröffnungsfeier der Olymischen Spiele gemischt!

Kaugummi-Brei: Der Orbit Strawberry Mint-Schock

Am 3. August 2008 von Gonzo.

Erstaunliche Erkenntnisse, wundersame Begegnungen und bemerkenswerte Begebenheiten aus zwei Wochen Heimat-Urlaub in Essen, Teil 1

orbit strawberry mint

Bisher mein Lieblingskaugummi (wenn ich auch im Großen und Ganzen kein großer Kaugummi-Kauer bin), hat mich das Strawberry Mint, ein Kau-Produkt aus dem Hause Orbit, zuletzt doch arg enttäuscht — um nicht zu sagen: geschockt.

Es begab sich zu der Zeit meines Heimat-Besuchs, dass ich mich auf einer nervenaufreibenden Bahnfahrt von Köln nach Essen befand, auf der ich in just einem solchen, eben erwähnten, Orbit Strawberry Mint-Kaugummi ein wenig Entspannung, Geschmack und Abwechslung zu finden hoffte. Die Fahrt dauerte überraschend lang und war aufgrund ausgefallener Züge und dementsprechender Überfüllung recht unentspannt. So kam es, dass ich dieses Kaugummi ungewöhnlich lange kaute, nämlich gut eine Stunde am Stück — unterbrochen nur von meinen wenig erfolgreichen Versuchen des Kaugummiblasen-Blasens.

Normalerweise sollte eine solche Dauer für ein ordinäres Kaugummi doch kein Problem darstellen (jedenfalls was die Konsistenz angeht, dass der Geschmack nicht so lange würde halten können, ist auch für mich seit früher Kindheit eine Tatsache, mit der umzugehen man gelernt hat). Auch Wikipedia verspricht hoch und heilig:

Der bzw. das Kaugummi ist eine leicht verformbare, meist süß, manchmal auch sauer schmeckende Masse, auf der man einige Stunden lang kauen kann, ohne dass sie zerfällt.

Doch was passierte? Kurz vor dem Ziel, also nach gut 60 Minuten rastlosen Kauens, wurde das Kaumaterial zunächst ungewöhnlich weich, schon fast luftig-locker. Während ich diesen Konsistenz-Wechsel noch eher belustigt wahrnahm, so sollte mir die weitere Kaugummi-Entwicklung meine gute Laune deutlich vergellen: Kaum im Bus niedergelassen, den ich am Zielbahnhof in höchster Not gerade noch erreicht hatte, machte mein Kau-Produkt eine weitere Transformation durch: Die Kaumasse verwandelte sich unter dem unnachgiebigen Mahlen meiner Dental-Partie plötzlich von der luftig-lockeren, wenn auch geschmacklosen Masse, in einen halb-flüssigen, klebrigen und übel-schmeckenden Brei, der höchst unschöne orale Assoziationen weckte.

In Panik suchte ich nach einem Papier, um die ekelhafte Masse aus meinem Mund zu entfernen, fand nichts, spuckte in Panik die (in keiner Weise mehr an Strawberry Mint gemahnende) Substanz in einen winzigen Fetzen Kaugummi-Papier und verklebte hierbei Finger, Sitz und Mp3-Player mit dem abscheulichen Brei.

Wer hat eine Erklärung für dieses absonderliche Kaugummi-Verhalten? Liegt es daran, dass Kaugummis zum großen Teil aus Polyisobutylen bestehen, das auch zur Herstellung von Plastiksprengstoff verwendet wird?

Ich habe heute, zwei Tage nach dem schröcklichen Erlebnis wieder ein Strawberry Mint gekaut — allerdings nur rund 12 Minuten lang. Es hat sehr gut geschmeckt. Ich werde bei Gelegenheit andere Kaugummis dem Dauer-Kaugummi-Kau-Test aussetzen.

Neues von der SEO-Front: Pagerank 1 (mal wieder) und 3

Am 3. August 2008 von Gonzo.

In eigener Sache

Nur eine kurze Bemerkung zur Essenistfertig.net-Search Engine Optimization: Seit kurzem hat Essenistfertig.net seinen allerersten offiziellen Pagerank-Zähler Page Rank Check. Der Google Pagerank gibt soetwas wie die Wertigkeit einer Webseite an — je höher der Pagerank, desto weiter vorn in den Google-Suchergebnissen wird sie stehen.

Eigentlich ist es gar nicht der erste Pagerank-Punkt von Essenistfertig.net — die letzte Version dieser Webseite hatte auch schonmal einen. Das lag aber vor allem an einem seltsamen, aber hoch gerankten Forum, das aber inzwischen abgeschaltet ist. Von daher ist der jetzige Rank, der erste “wirkliche”.

Das aus SEO-Sicht aber eigentlich Interessante ist die Tatsache, dass eine Unterseite von Essenistfertig.net wesentlich höher gerankt ist als die Frontpage: Schwaben in Prenzlauer Berg, der nach dem Penis-Unsinn meistbesuchte Artikel dieser Webseite, auf dem übrigens immer noch regelmäßig kommentiert wird, hat inzwischen einen Pagerank von 3 — das ist wirklich ziemlich ordentlich.

Das war’s schon… 8-)

Mash-Up: Rammstein vs. Fettes Brot — Schwule Sonne

Am 26. Juli 2008 von Gonzo.

In einem der letzten Link-Posts habe ich bereits auf die Mash-Up-Sammlung von Mashupyourbootz.com (bzw.: mashupyourbootz.blogspot.com) hingewiesen. Jetzt habe ich auf der Seite ein Mash-Up gefunden, das die meisten sonstigen Mash-Ups schlicht in den Schatten stellt: “Rammstein vs. Fettes Brot: Schwule Sonne” von DJ Morgoth. Nicht nur, dass die beiden Songs (”Sonne” von Rammstein und “Schwule Mädchen” von Fettes Brot) perfekt zueinander passen — der (meiner Meinung nach) extrem schwache “Schwule Mädchen”-Song von Fettes Brot wird auch noch um das ca. 1000fache besser. Ich hab nen richtigen Ohrwurm — das ist mir noch nie bei den Broten passiert. Genug geredet:

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